Matera: Stadt der Höhlen

Eine der ältesten Städte der Welt ist Matera im Süden Italiens. Aufgeteilt in Alt- und Neustadt zeigt sich dem Besucher eine Stadt, die kontrastreicher nicht sein könnte. Der modernere Teil Materas wendet den Höhlensiedlungen seinen Rücken zu.

Auch für diese Stadt in der Basilikata gilt, dass sie lange von keinem Touristen besucht wurde. Sogar Italiener haben die Gegend eher gemieden, da sie mit ihren ärmlichen Wohnverhältnissen in den „Sassi di Matera“ als Schande für das Land galt.

Einige eindrucksvolle Bauten zeugen von besseren Zeiten in Matera, die einst reiche Hauptstadt der Region war. Der Dom aus dem 13. Jahrhundert erscheint zunächst wenig auffällig, doch im Inneren prunkt der Neobarockbau mit aufwendigen Dekors, die allesamt mit Blattgold verziert sind.

Der Schutzheiligen der Stadt, Madonna della Bruna, wurden eine Kirche und ein Festtag gewidmet. Am 2. Juli gibt es eine Prozession, die eine wunderschön geschmückte Muttergottes durch die Stadt kutschiert und jedes Jahr mit einem zerfetzen Karren endet – ein Stück davon soll Glück bringen.

Mindestens so alt wie seine Bräuche sind manche Gerichte, die in der Gegend zubereitet werden. Die traditionelle Küche mundet jedenfalls sehr und sollten Sie je in den Genuss kommen, von einem Einheimischen eingeladen zu werden, dürfen Sie dieses Angebot auf keinen Fall ausschlagen!

Doch all das gibt es nur als Sahnehäubchen oben drauf: in Wahrheit sind allein die Sassi von Matera, die einzigartigen Höhlensiedlungen, schon jeden Besuch wert. Da allerdings nichts so schön ist, wie die Dinge mit eigenen Augen zu erleben, wünschen wir Ihnen einen faszinierenden Urlaub in Matera in der Basilikata.