Bologna: Haupt- und Universitätsstadt

Die Hauptstadt der Emilia-Romagna ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, der am Fuße des italienischen Gebirgszugs Apennin liegt. Wegen der roten Ziegel vieler Häuser wird sie auch „La Rossa“ – die Rote – genannt und aufgrund ihrer altehrwürdigen Universität trägt sie außerdem den Beinamen „La Dotta“ – die Gelehrte.

Die Geschichte von Bologna geht vermutlich auf die etruskische Siedlung Felsina zurück, die bereits im 6. Jahrhundert vor Christus bestand. Unter den Römern erhielt diese nicht nur den Namen Bononia, sondern dank des Baus der Via Aemilia auch Bedeutung als Verkehrsverbindung und wuchs daher zu einer für die damalige Zeit sehr große Ortschaft heran.

Von dieser frühen Blüte Bolognas war bis ins Mittelalter dann nicht mehr viel zu spüren. Erst durch die Gründung der „Studio“ – der späteren Universität – im Jahre 1088 erlangte sie wieder mehr Einfluss. Rund 80.000 Studenten, die diese älteste Akademie Europas heute zählt, prägen nach wie vor das Leben in der Stadt.

Eine erste Besonderheit, die Architekturinteressierten beim Urlaub in Bologna sicher gleich ins Auge fallen wird, sind die insgesamt 40 Kilometer langen Arkaden, die in der ganzen Altstadt zu finden sind. Ursprünglich aus Holz gefertigt dienten diese Arkaden dazu, im ersten Stock mehr Platz für die stetig wachsende Einwohnerzahl zu schaffen, ohne den Durchgang darunter zu verbauen. Viele dieser Bogengänge gibt es bis heute. Sie sind verantwortlich für das einzigartige Flair, das man beim Flanieren oder Shoppen in der Stadt erlebt – und dafür, dass man von Regen, Sonne und Wind geschützt von einem Ort zum anderen gelangt.

Ein zweites Charakteristikum von Bologna in der Emilia-Romagna sind die sogenannten Geschlechtertürme, die noble Familien der Stadt im Mittelalter errichten ließen. Viele davon wurden Ende des 19. Jahrhunderts zerstört, einige blieben jedoch erhalten, darunter die beiden Wahrzeichen der Stadt: Torre Garisenda und Torre degli Asinelli. Einen Abstecher wert sind außerdem diverse Stadtpaläste, Museen, die Piazza Maggiore im Stadtzentrum mit dem Neptunbrunnen und die eindrucksvolle gotische Basilika San Petronio.

Somit leistet Bologna einen wesentlichen Beitrag zum Kulturerbe der Emilia-Romagna. Ein Besuch in den anderen Kunststädten ringsum wie etwa Modena, Ferrara oder Parma sowie ein Trip ans Meer nach Rimini runden das Urlaubsvergnügen ab.