Friaul-Julisch Venetien: von den Bergen bis ans Meer

Die nordöstliche Ecke Italiens, die an Slowenien, das österreichische Kärnten, die italienische Region Venetien und an das adriatische Meer grenzt, wird amtlich „Regione Autonoma Friuli Venezia Giulia“ genannt.

Wie der Name bereits andeutet, setzt sich die Region mit der Hauptstadt Triest aus zwei Teilen zusammen, nämlich dem flächenmäßig größeren Friaul im Westen und Julisch-Venetien, das einst bis nach Istrien und Dalmatien reichte, im Osten. Damit treffen hier auch zwei Sprach- und Kulturkreise – das Friulanische und das Venezianische – aufeinander, was interessante Mischungen in jedem Gesellschaftsbereich hervorgebracht hat.

Heute nimmt Friaul-Julisch Venetien innerhalb Italiens einen ähnlich autonomen Sonderstatus ein wie etwa das Aostatal. Da es sich um ein Grenzgebiet handelt, das im Laufe der Jahrhunderte zu verschiedenen Staaten gehörte, sind hierzulande neben Italienisch und Friulanisch auch Deutsch und Slowenisch zu vernehmen.

Der nördliche Teil der Region besteht aus den gebirgigen Landschaften der Dolomiten, der Karnischen und Julischen Alpen. Kommt man weiter in den Süden Richtung Udine und Görz, gehen die Berge in sanfte Hügel über, bis man schließlich den breiten Küstenstreifen an der Adria mit seinen Seebädern Lignano Sabbiadoro und Grado erreicht.