Kalabrien: mehr Süden geht nicht

Kalabrien ist die südlichste Region des Landes und bildet die Spitze des italienischen Stiefels. Im Nordwesten grenzt sie an die Basilikata, während die anderen drei Seiten vom Ionischen bzw. Tyrrhenischen Meer umspült werden. Die schmale Seestraße von Messina trennt Kalabrien von der Insel Sizilien.

Die Region selbst teilt sich in fünf Provinzen: Catanzaro - wo zugleich die gleichnamige Hauptstadt von Kalabrien liegt, Cosenza, Crotone, Reggio Calabria und Vibo Valentia. Hauptanziehungspunkt für Besucher ist zweifellos die endlose Küste, an der sich Strände und raue Klippen abwechseln. Industrie hat sich hier nie sonderlich entwickelt, sodass das Meer und weite Teile des Hinterlands nach wie vor unberührt sind.

Zu den bekanntesten Küstenorten Kalabriens zählen Tropea, Capo Vaticano, Reggio, Soverato, Scilla, Scalea und Sellia Marina – um nur einige zu nennen. Wer Kunst, Kultur und Geschichte zu schätzen weiß, sollte in jedem Fall auch einen Abstecher ins Landesinnere machen, wo zahlreiche alte Festungen, Kirchen und Nekropolen warten.

Was man in der südlichsten Region Italiens vermutlich nicht erwarten würde sind Berge. Gleichwohl ragen hier zahlreiche Gebirgszüge bis über 2.000 Meter hoch in den Himmel. Unter ihnen befinden sich zum Beispiel das Sila-Gebirge und der Aspromonte, wo es sogar Wintersportanlagen gibt – vor allem in Camigliatello, Lorica und Gambarie.