Cosenza: reich an Geschichte & Kultur

Aufgrund seines Gründungsstammes wird Cosenza auch „Stadt der Bruttier“ genannt. Heute leben in dieser kulturellen Metropole, die besonders reich an Geschichte ist und außerdem eine der größten italienischen Universitäten hat, rund 70.000 Einwohner.

Kultur und Bildung spielen in Cosenza seit jeher eine zentrale Rolle, sodass die Stadt quasi das „Athen Kalabriens“ ist. Tatsächlich war die Accademia Cosentina, die hiesige Hochschule, eine der ersten, die in Europa gegründet wurden. Wie tief Kunst und Kultur hier verwurzelt sind, ist bis heute an den Schätzen der Stadt erkennbar. So wurde beispielsweise der wunderschöne Dom von Cosenza 2011 in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen.

Das Stadtgebiet von Cosenza liegt auf rund 200 Metern Meereshöhe in der sogenannten Valle del Crati. Rundherum erheben sich die Berge der Küstenregion – La Sila und Pollino, die für ein ganz besonderes Mikroklima sorgen und den Einfluss des nahen Meeres fast vollständig unterbinden. So sind die Temperaturschwankungen hier auffallend groß und die Tiefsttemperaturen können verhältnismäßig weit absinken.

Eine weitere Besonderheit Cosenzas ist das neue Planetarium, das neben jenen in Neapel oder Palermo eines der größten in Süditalien und eines der vielseitigsten in ganz Europa werden soll. Aller Voraussicht nach wird es nach Giovanni Battista Amici – einem lokalen Astronom – benannt, der als erster das Ptolemäische Weltbild in Frage gestellt hat und für viele als Vordenker von Kopernikus gilt.

Trotz der landschaftlichen Schönheit und dem kulturellen Reichtum Cosenzas hat der Tourismus bislang keinen sonderlich großen Stellenwert. Und das obwohl das Gebiet strategisch günstig zwischen gut besuchten Feriendestinationen des Tyrrhenischen Meeres liegt, darunter etwa Praia a Mare, Scalea, Diamante, Belvedere Marittimo, Cetraro, Paola, Amantea sowie das Hochplateau von La Sila. Nichtsdestotrotz zählt das historische Stadtzentrum von Cosenza unter Kunstexperten zu den schönsten in ganz Italien.

Neue Infrastrukturen wie die Schnellstraße Cosenza-Sibari, der Bau neuer Unterkunftsbetriebe und eine Erweiterung der Besucherservices haben in den letzten Jahren zumindest für einen Anstieg der Zahl der Geschäftsreisenden in Kalabrien gesorgt.