Phlegräische Felder

Die Campi Flegrei, die brennenden Felder, umfassen ein Areal von zahlreichen Fumarolen, heißen Quellen und Solfataren. Die Buchten und vulkanischen Hügeln bilden eine einzigartige, dampfende Küstenlandschaft.

Der Name Phlegräische Felder bezeichnet ein Vulkanfeld, in dem in den letzten 39.000 Jahren zahlreiche Vulkane aktiv waren. Erst verhältnismäßig spät wurde bekannt, dass es sich bei den Phlegräischen Feldern um eine Caldera, also einen Vulkankrater handelt, der einen Durchmesser von 15 mal 12 Kilometern hat. Die Phlegräischen Felder liegen im Golf von Pozzuoli und sind nur rund vier Kilometer Luftlinie vom Stadtzentrum Neapels entfernt.

Erstmals erwähnt wurden die Felder in der Aeneis des römischen Dichters Vergil. Der Name leitet sich vom Griechischen phlegraios ab, was so viel bedeutet wie brennend oder glühend. Der Boden der Felder kann durch die vulkanische Aktivität sehr heiß werden. So steigen zum Beispiel aus der Solfatara, einem halberloschenen Vulkan, Dämpfe und Schwefelgase mit einer Temperatur von etwa 100°C auf. Neben den Solfataren gibt es noch zahlreiche Thermalquellen und Fumarolen, welche die Griechen für Eingänge zur Unterwelt hielten.

Gekennzeichnet ist die Landschaft vor allem durch die aufsteigenden Schwefeldämpfe, die das Gestein gelb färben. Heute dampfen sie zwar nicht mehr überall, erinnern aber immer noch immer an die vulkanische Aktivität, an Vulkankegel, Kraterseen sowie heiße Dampfquellen und brodelnde Schlammlöcher.

Das hier liegende, von den Griechen gegründete Pozzuoli war unter der Herrschaft der Römer eine der wichtigsten Hafenstädte am Golf. Eindrucksvollstes Bauwerk der Stadt ist das 79 vor Christus erbaute Amphitheater, das Amfiteatro Flavio, dessen unterirdische Gewölbe noch heute an die glorreiche Zeit der Gladiatoren erinnern.