Alessandria: reich an Geschichte und Kultur

Eingebettet zwischen zwei Zuflüssen des mächtigen Po und umgeben von den Monferrato Hügeln, bietet Alessandria dem Besucher ein eindrucksvolles Bild. Namensgeber der Stadt im Piemont war der Papst Alessandro III.

Beim Bummeln durch Alessandria kommt man um die große Piazza della Libertá kaum herum. Mit ihren erhabenen Palazzi bildet sie den Eingang in das Herz der Stadt. Dort lassen kleine Straßen und Gassen mit unzähligen Boutiquen und urigen Läden keine Hektik aufkommen – im Gegenteil. Hinsetzen lohnt sich, denn Alessandria ist berühmt für seine Cafés und erst recht für seine Pasticcerie.

Fährt man ein Stück mit dem Auto, kommt man zum Sacro Monte di Crea, einem von neun heiligen Bergen. Auf ihm befindet sich eine wunderschöne Wahlfahrtskirche. Wer sich also mit den Keksen den Bauch nicht zu voll geschlagen hat, sollte den Marsch auf sich nehmen. Dass es sich lohnt, findet auch die UNESCO, welche die Sacri Monti zum Bestandteil des Weltkulturerbes gemacht hat.

Eine sternförmige Zitadelle, einstmals eine riesige Festung, ist Zeuge der wichtigen militärischen Rolle und der Geschichtsträchtigkeit der Stadt. Heute werden Reitturniere, Blumenmärkte und zahlreiche andere Veranstaltungen in der ehemaligen Festung arrangiert.

Wer sich einen Urlaub in Alessandria gönnt, darf auf eines nicht verzichten: einen Borsalino-Hut zu kaufen oder zumindest anzuprobieren. Billig sind die weltberühmten Filzhüte, die in Alessandria ihren Ursprung haben, ja nicht gerade. Bei Robert Redford, Marlon Brando und Co., welche dem Borsalino erst zu seinem Weltruhm verholfen haben, spielte der Preis jedoch keine so große Rolle.

Ein Abstecher nach Alessandria ist ein absolutes Muss für jeden Urlauber im Piemont. Denn in und um das geschichtsreiche Städtchen gibt es unendlich viel zu entdecken.