Catania: die schwarze Stadt

Die zweitgrößte Stadt Siziliens befindet sich am Fuße der Südhänge des Ätnas und reicht bis an die Küste des Ionischen Meeres. Im Schatten des großen Vulkans unterlag die pulsierende Hafenstadt bereits mehrere Male den Naturgewalten.

Im 8. Jahrhundert vor Christus wurde Catania von Griechen aus Naxos gegründet. In den folgenden Jahrhunderten gelang es der Stadt unter der Herrschaft der Römer durch regen Handel zum wichtigsten Handelsstützpunkt im gesamten Mittelmeerraum heranzuwachsen. Die Araber nutzten das Potential des fruchtbaren Bodens für den Anbau von Zitrusfrüchten.

Durch einen katastrophalen Vulkanausbruch im 17. Jahrhundert wurde die Stadt fast völlig zerstört, woraufhin der Architekt Giovanni Battista der unter Lava und Asche liegenden Stadt wieder zu ihrem ursprünglichen Glanz verhalf. Wie Phönix aus der Asche erfolgte im 18. Jahrhundert der großartige Wiederaufbau in Großteils barockem Baustil.

Dass die Hafenstadt eng mit dem Vulkan verbunden ist, zeigt sich vor allem in der Verarbeitung des dunkeln Lavagesteins und seiner Verwendung für Paläste, Kirchen und Häuser. Nicht umsonst wird Catania auch die „schwarze Stadt“ genannt. Mit dem Schriftsteller Giovanni Verga und dem Opernkomponist Vincenzo Bellini, den großen Söhnen der Hafenstadt, erfuhr sie zusätzliche Berühmtheit und wurde weit über die Grenzen hinaus bekannt.

Heute ist die Stadt zu einer sehr lebhaften und modernen Provinzstadt herangewachsen. Dank des fruchtbaren Bodens an den Hängen des Ätnas, der den Bewohnern reiche Ernten bescheren, und des Hafens, der als Tor zum Export dient, gilt Catania als eines der wichtigsten Wirtschaftszentren Siziliens