Buntes Markttreiben in Palermo

Fast fühlt man sich wie auf einem typischen Basar in Marokko oder Algerien, denn auf den Märkten von Palermo erlebt man pures arabisches Handelsleben. Eng aneinandergereihte Marktstände, feilschende Händler und eine nahezu schwindelerregende Vielfalt an Gerüchen und Farben bestimmen das Bild eines traditionellen sizilianischen Marktes.

Noch hunderte und aberhunderte Jahre nach der Herrschaft der Sarazenen ist der arabische Charakter in Palermo noch immer erhalten geblieben. Zu den wichtigsten Märkten gehören der Markt La Vucciria und der Mercato di Capo.

Was wäre ein Markt ohne feilschende Marktschreier? Vom Namen des Marktes La Vucciria – Sizilianisch für „die Stimmen“ – lässt sich bereits ableiten, dass sich der Lärmpegel hier alles andere als unter der Grenze befindet.

Neben den lauten Rufen der Händler gehören auch Gedränge und die ständige Betriebsamkeit zu den Merkmalen eines traditionellen Marktes, ebenso wie die üppige Auswahl an Delikatessen. Sizilianische Bauern verkaufen frisches Obst und Gemüse aus dem Eigenanbau, Gewürze und andere deliziöse Schmankerln wie zum Beispiel gekochter Krake, Austern, Panelle (Erbsenpfannkuchen), frische Artischocken und in Wein mariniertes Obst.   

Wenn man durch das Getümmel der Märkte schlendert, kann man viele Delikatessen kostenlos ausprobieren. Dazu gehören auch die berühmte Süßspeise Cassata, Rosinen und Sultaninen. Der sinnliche Spaziergang durch die Märkte bringt den Besuchern auf rustikale Weise die Genüsse der sizilianischen Küche näher.

Ein sizilianisch-arabisches Volkslied singend preisen die Wanderhändler ihre Waren an. In Palermo treffen sich Okzident und Orient und bilden in einer ohrenbetäubenden Geräuschkulisse eine kulinarische Bühne des Lebens. 

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