Pisa: die Stadt mit dem schiefen Turm

Die kleine Provinzhauptstadt am Ufer des Arno, die manche fälschlicherweise mit der berüchtigten Bildungsstudie, die meisten wohl doch mit dem famosen Turm in Verbindung bringen, strotzt nur so vor Gemütlichkeit und italienischem Wohlgefühl.

Nur wenige Kilometer von Florenz entfernt liegt in der Nähe der Arnomündung eine der berühmtesten Universitätsstädte der Toskana. Wahrzeichen der Stadt ist der Schiefe Turm auf dem Campo dei Miracoli, dem sogenannten Platz der Wunder. Es ist ein wahrhaft erhabenes Erlebnis, den aus dem grünen Rasen ragenden Dom, seinen schiefen Campanile und das Baptisterium zu betrachten. Nicht umsonst wurde das Ensemble von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Darüber hinaus ist Pisa auch als eine wichtige Universitätsstadt weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. Bereits der bekannteste Sohn der Stadt, der moderne Wissenschaftler Galileo Galilei, unterrichtete mehrere Jahre Mathematik an der Universität und setzte damit den Grundstein.

Da es sich bei Pisa um eine einstige Seefahrer-Stadt handelt, sollte man eine Schifffahrt auf dem Arno nicht missen. Die mondänen Palazzi, welche die Küste säumen, erinnern an den venezianischen Stil, allen voran der Palazzo Agostini mit der atemberaubenden rötlichen Gotik-Fassade. Der im Jahre 1559 erbaute Palazzo Reale ist heute noch Sitz einer der berühmtesten Sammlungen der Kunstschätze von Raffael und seinen Zeitgenossen.

Pisa mit allen Sinnen erleben bedeutet auch, diverse lokale Köstlichkeiten wie Froschsuppe, Bavettine (Pasta) mit Fisch und Aal oder Wildschweingerichte zu kosten und dazu einen guten Tropfen der bekanntesten Weine aus der Region zu genießen.